galerie julia garnatz
Adrian Norvid
Shit House

07.09.-26.10.2013

> Pressetext
> pdf
> Vita
> Installationsansicht

Adrian Norvid<br>Shit House

7. September - 26. Oktober 2013
Eröffnung: Freitag, 6. September 2013, 18-22 Uhr

Sonderöffnungszeiten anlässlich der dc-open
Samstag, 7. September 12-20 Uhr
Sonntag, 8. September 12-18 Uhr

Mit Shit-House präsentiert die galerie julia garnatz zum zweiten Mal Arbeiten des 1959 in London geborenen und heute in Montreal lebenden Künstlers Adrian Norvid. Norvid lehrt seit 1989 als Dozent für Zeichnung an der Concordia University, Montréal und ist mit seinen Werken in wichtigen kanadischen Sammlungen vertreten, wie der des Musée d’art contemporain de Montréal und des Musée du Québec.
Formal bedient sich Norvid des Cartoons oder Comics. Hintergründig und oftmals sarkastisch setzt er seine Wortspiele und Bildrätsel in Szene:

Im Zentrum der aktuellen Ausstellung steht ein Plumpsklo: das Shit-House. Alles aus Papier gebaut, in Originalgröße. Man fühlt sich, als würde man einen Cartoon zum Leben erwecken, eine Seite aufschlagen und hineintreten. Über und über bemalt ist das Papier-out-house. Schiefe, zum Teil zerbrochene Holzlatten, nur von verbogenen Nägeln gehalten, gewähren Durchblicke auf das Innere, wie zum Beispiel einen blanken Hintern. Unrat und Schmutz finden sich überall. Eigentlich kein schöner Ort. Aber der perfekt ausgemalte Cartoon verhindert jegliche Geruchsassoziation und evoziert sogar eher das Bedürfnis dieses Örtchen zu betreten, um zu sehen wie es innen aussieht. Wem ein Blick hinein gelingt, der findet in den zwei Plumpsklolöchern am Ende sogar „Freunde fürs Leben“.

Norvids Shit-House lädt den Betrachter ein, die ironisch spitzen wie humorvollen Gedankengänge des Künstlers zu entdecken. An einem out-house im Innenraum. Das mag manchen ein bisschen gruseln und manchem ein schallendes Lachen entlocken.

Eine Gruppe von einzelnen Cartoonzeichnungen begleitet das Shit-House und bettet es in Norvid-Manier in ein beinahe barockes Gesamtkonzept. Detailverliebt, vielschichtig, doppelbödig und am liebsten nie enden wollend.