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Marie Luise Lebschik
23.03. - 11.05.2013

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Marie Luise Lebschik

23. März - 11. Mai 2013
Eröffnung: Freitag, 22. März 2013, 18-21 Uhr

 

In Ihren neusten Arbeiten eröffnet die in Köln lebende Österreicherin ein für sie vollkommen neue Genre. Neben dem sonst stets wiederkehrenden Motiv des Mädchens, malt Lebschik Räume. Kirchenschiffe, barocke Seitenaltäre und Palastsäle, Räume, die von vergangenem Glanz zeugen und wie aus einer anderen Welt erscheinen. Sie treten uns als Zwischenräume entgegen, Orte des Übergangs von „früher zu heute“, von Diesseits zu Jenseits. Es sind Räume, voller kindlicher Verspieltheit der Ornamentik und der Details, sowie der nahezu morbiden Schönheit des Verfalls. Ein fast unvereinbarer Gegensatz.

Gerade in dieser sonderbaren Ambivalenz sind Lebschiks Räume den Mädchen gleich. Die Mädchen, stets im Zwischenalter, sind nicht mehr Kind und doch noch nicht Frau oder vielleicht von beidem schon etwas. Und so setzt die Künstlerin die Mädchen auch ganz selbstverständlich in die barocken Räume. Manchmal stehen sie selbstbewusst mit ihrem Haustier vor dem Altar, mal schaukeln sie an einem unsichtbaren Ast geradewegs auf die Kanzel zu, steigen eine Treppe hinauf oder schimmern nur umrisshaft auf der Leinwand.

Der Übergang, der Zwischenraum, sie bergen noch alle Möglichkeiten, legen sich nicht fest, spielen mit unseren Erwartungshaltungen und laden uns ein über Vergangenheit zu reflektieren und von der Zukunft zu träumen.

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine kleine Publikation mit Texten von Mayen Beckmann und Elisabeth Plessen.

Gemeinsame Eröffnungen zur Art Cologne: Freitag 19. April, 18-21 Uhr