galerie julia garnatz
Noud van Dun
31.05.2008 - 31.07.2008

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Noud van Dun

Eröffnung: Samstag 31. Mai 2008, 15-18 Uhr
Laufzeit: bis 31. Juli 2008

Noud van Dun, 1963 in Venlo geboren ist Absolvent der Hochschule der Bildenden Künste Maastricht, der Jan van Eyck Akademie Maastricht sowie des Ateliers 63 in Haarlem. Er lebt und arbeitet in Amsterdam.

Van Dun arbeitet auf seinen meist sehr großformatigen und malerisch exakt ausgeführten Leinwandarbeiten vorrangig mit Schwarz-weiß und dessen Abstufungen. Seine Malweise ist nahezu fotorealistisch und suggeriert räumliche Qualitäten. Als Bildgrund nutzt van Dun Vorlagen, die dem investigativen Fotojournalismus entlehnt sind, wie beispielsweise eine Kernspinaufnahme des menschlichen Körpers oder die Helikopterinvasion in Vietnam. Fast immer integriert er Schriftelemente, die nicht selten den Titel der Arbeit beinhalten. Eine weitere Bilddimension aus über die Bildgründe gemalten Schnüren, Drähten, Rastern, Kreuzen oder Punkten schafft Distanz zwischen Bild und Betrachter.

In Noud van Duns Bildern stehen immer Mikro- und Makrokosmos einander gegenüber, ist beispielsweise die Kernspinaufnahme von astronomischen Konstellationen überlagert. Stets zeigt der Künstler uns den zweipoligen Blick ins Detail sowie in den Kosmos. Van Duns Bilder thematisieren vermeintliche Realitäten, wandelnde Blickwinkel, Perspektiven und Sichtweisen, Täuschung, Gegensätze, Erkenntnisse und ihre Infragestellung. Die übereinander gelagerten Bildebenen verweisen durch ihre Vielschichtigkeit und Überlagerungen, manchmal spielerisch und heiter, manchmal politisch und ernst auf diese Unzulänglichkeit von Erkenntnis. Die nahezu Trompe-l’oeil hafte Malweise dient ihm dafür als virtuoser Verstärker.