galerie julia garnatz
Ina Schulte
26.01.2008 - 15.03.2008

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Ina Schulte
29. Januar bis 15. März 2008
Eröffnung: Samstag, 26. Januar 2008, 15 – 18 Uhr

Ina Schulte, Jahrgang 1977 ist Absolventin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und Meisterschülerin von Corinne Wassmuth. Nach einem Erasmusstipendium an der Ecole des Beaux-Arts in Saint-Etienne, Frankreich erhielt sie anlässlich der Winterausstellung der Karlsruher Akademie 2007/2008 einen Akademiepreis.

Schultes Medium sind Papier und Leinwand, dabei bleibt ihr Stil auch auf der Leinwand meist zeichnerisch. Ihre Farben sind gedeckt, viel blau, grün, gelb und braun. Selten findet man ein klares rot. Mal kräftig und expressiv, mal zart und zurückgenommen sind Pinsel- oder Buntstiftstriche, aus denen sich vielfach erst auf den zweiten Blick Gestalten, Menschen, Tiere oder Alltagsgegenstände hervorheben. Schultes Bilder haben verschiedene räumliche Ebenen, einen Vorder- und einen Hintergrund, Neben- und Hauptschauplätze. Diese Vielschichtigkeit verleiht den Arbeiten etwas Narratives, evoziert eine Geschichte. Unweigerlich versucht man sich einen Reim auf das dargestellte Szenario zu machen. Und glaubt man dem Inhalt auf der Spur zu sein, fällt der Blick auf den Titel und man ist wieder ganz am Anfang. „Was wäre, wenn Romeo und Julia in Straßburg überlebt hätten?“, „Schachspiel“, „Eisbaden“ oder „Die Feuerwehr kommt zu Brad und Angelina“, solche Titel stehen für den Betrachter wie beziehungslos über Bildern und Zeichnungen. Scheinbar nichts von alle dem findet sich in den Arbeiten wieder. Die Suche nach physiognomischen Ähnlichkeiten, Schachbrettern oder Stadtansichten bleibt erfolglos. Entgegen ihrer eigentlichen Bestimmung dienen die Titel hier zur Verschlüsselung und nicht zur Erklärung. Dennoch, sie erweitern humorvoll und spielerisch unser assoziatives Repertoire und öffnen weitere Perspektiven und Möglichkeiten. Am Ende bleiben wir mit vielerlei Stichworten, die uns von der Künstlerin in Form von Bild und Titel an die Hand gegeben werden und uns damit indirekt auffordern, eine eigene Geschichte daraus zu entwickeln.


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