galerie julia garnatz
Irene Altschäffel
Nina Malotta
13.01.2007 - 24.02.2007

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Irene Altschäffel | Nina Malotta
16. Januar bis 28. Februar 2007
Vernissage Samstag 13. Januar 2007, 15 - 18 Uhr

Gezeigt werden Arbeiten zweier junger deutscher Künstlerinnen, die beide noch Studentinnen an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg sind.

Irene Altschäffel, Jahrgang 1977, Studentin bei Prof. Peter Angermann, arbeitet ausschließlich auf Leinwand. Ihre meist mittelgroßen Formate zeigen Szenen, zu denen der Betrachter wie zufällig hinzutritt. Ungewollt wird er zum Voyeur und im selben Moment von den auf der Leinwand dargestellten Figuren als solcher entlarvt. Altschäffel bedient sich unterschiedlicher Bildvorlagen aus privaten Alben, Zeitschriften oder Hochglanzmagazinen. Mit skizzenhaftem, expressivem Farbauftrag generiert sie Bilder, die sich laut Titel mit unverfänglichen, harmlosen Themen befassen: "Mutter und Sohn", "Cowboys", "Ballerina" oder "Puppenwagen". Durch wenige gezielte Farb- und Strichsetzungen gelingt es der Künstlerin, aus Alltäglichem sonderbare, komische oder beängstigende Wesen und Situationen zu schaffen, bei denen der Zuschauer auch schon mal versehentlich ins Visier gerät.

Nina Malotta, Jahrgang 1982, Studentin bei Prof. Ralph Fleck, schafft in ihren reduzierten Papierarbeiten szenische Darstellungen, deren Raum das Weiß des Blattes ist. Mit klarer Linie zeichnet sie menschlich anmutende Figuren, denen Körperteile und Gliedmaßen fehlen und die zuweilen eine menschliche Gestalt nur noch erahnen lassen. Wie auf einer Miniaturbühne wird der Betrachter Zeuge von befremdlichen Momenten, wie etwa von einer Erschießung mit lachenden Protagonisten, die nur auf einem Stumpf stehen. Szenen wie diese spielen mit den traditionellen Bildthemen des Totentanzes oder des memento mori, zu denen Malotta in ihren Arbeiten immer wieder zurückkehrt. Durch Titel wie "Herzblut", "Sehnsucht", "lach nicht" oder "Halluz" entstehen ungewöhnliche, pantomimische Darstellungen von Emotionen und Eigenschaften oder einfach unerklärlichen Merkwürdigkeiten.


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